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Grüner Rassismus

Göring-Eckard und die "positive Diskriminierung"

Jetzt haben es auch die letzten gemerkt, die es bisher nicht wahrhaben wollten. Die Grünen sind Rassisten. Für aufmerksame Beobachter ist das keine neue Erkenntnis. Für diejenigen, die der Eigenwerbung der Grünen glauben, dagegen schon. Die Grünen preisen sich schließlich als liberal, weltoffen und tolerant.

Auch Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt, bis 2021 Vorsitzende ihrer Partei, denkt in rassistischen Kategorien. Ein verunglückter Tweet (siehe oben) brachte es an den Tag. "Stellt euch kurz vor, da wären nur weiße deutsche Spieler", schrieb sie nach dem Sieg der deutschen Nationalelf gegen Ungarn bei der Europameisterschaft. Inzwischen ist der Tweet gelöscht, Göring-Eckardt hat sich (eher halbherzig) entschuldigt. Man könnte die Sache auf sich beruhen lassen, allerdings verdeutlicht das Geschehen etwas Grundlegendes: Die Grünen haben ein tief sitzendes Rassismusproblem. 
Der Hinweis darauf, dass es sich um positive Diskriminierung handelt, weil Göring-Eckardt darauf hinweisen wollte, dass die nicht deutschen Spieler eine Bereicherung für die Mannschaft seien, ändert nichts an dem Problem. Göring-Eckardts Kategorien des Denkens sind rassistisch.
Was Göring-Eckardts Entgleisung zeigt, ist, wie wenig habituell Antirassismus bei ihr verwurzelt ist. Hautfarbe und Herkunft sind wichtig. An ihnen wird für Göring-Eckardt der Wert und die Wertigkeit des jeweiligen Menschen sichtbar. Ukrainer sind ihr und den Grünen beispielsweise auch wichtiger als die eigenen Wähler. Da wundert es auch nicht, dass sie bei den Kuscheleinheiten mit ukrainischen Neonazis auch rassistische Ideologie in ihr denken integriert hat.

Die Grünen? Die Partei, die offen ist für Zuwanderung, die sich für Antidiskriminierung einsetzt, wie keine andere Partei? Die Partei der politischen Korrektheit, die auf diskriminierungsfreie Sprache bei sich und vor allem beim Gegenüber achtet? Ja, genau die. Der Antirassismus ist bei den Grünen nicht nur nicht habituell, er ist vor allem nicht universal. Es gibt natürlich ethnische Gruppen, gegenüber denen die Grünen als Partei offen diskriminierenden Rassismus pflegen: Russen zum Beispiel. 
Wer die Diskussion zwischen Katrin Göring-Eckardt und Sahra Wagenknecht bei Maischberger im April verfolgt hat, der kennt Göring-Eckardts Russenbild. Der Russe ist heimtückisch, er lügt, sein Wort zählt nichts, er vergewaltigt, brandschatzt und er entführt kleine Kinder. Vor allem ist er für Argumente und Vernunft nicht zugänglich, weswegen Gespräche und Verhandlungen mit dem Russen gar nichts bringen. Man muss ihn Härte spüren lassen, das ist die einzige Sprache, die er versteht. Hört man Göring-Eckardt zu, fühlt man sich um 80 Jahre zurückversetzt und Parallelen zu ihrem damaligen Namensfetter lassen sich ziehen. 
Kurz: Vor allem die Grünen haben nichts aus der Geschichte gelernt.

Falls jemand ein Beispiel für reinen Rassismus gegenüber Slawen braucht, Göring-Eckardt hat bei Maischberger eines vorgeführt. Dabei ist sie mit diesem spezifischen, gegen Russen gerichteten Rassismus in ihrer Partei und in der Ampel-Regierung keineswegs allein. Russophobie und Slawenhass wird bei den Grünen offen gepflegt. Die Scheinargumente, zu denen Grüne greifen und begründen, warum mehr Waffen und weniger Diplomatie im Ukraine-Konflikt gebraucht werden, wurzeln alle in dieser spezifischen Form des Rassismus, der sich an die Lehre vom Untermenschen anlehnt. Sie sind zudem bereit, die Ukrainer bis zum letzten Mann zu opfern. Sie verdienen in den Augen der grünen Bubble keinen Frieden und sollen nicht leben. Sie sollen die "liberalen" Werte verteidigen. 

Auch die deutsche Außenministerin schreckt vor der Instrumentalisierung rassistischer Klischees nicht zurück. Aktuell sieht sie sich dem Vorwurf der Lüge ausgesetzt. Annalena Baerbock behauptete, bei ihrem Besuch in Israel sei ihr Videomaterial gezeigt worden, aus dem hervorgeht, dass Hamas-Kämpfer eine Frau vor laufender Kamera vergewaltigt haben. Nun haben aber weder der israelische Geheimdienst noch das israelische Militär oder die zuständige UN-Mission Kenntnis von derartigen Aufnahmen Kenntnis. 
Der Verdacht ist: Baerbock bedient sich zur Propaganda eines rassistischen Klischees: der wilde Muslim, der seinen Sexualtrieb nicht unter Kontrolle hat und dem die Erniedrigung von Frauen reiner Genuss ist. Er braucht westliche Domestizierung. AfD-Rhetorik par excellence. 

Ja, die Grünen sind eine Partei, in der ein typisch deutscher Rassismus offen und ohne großen gesellschaftlichen Widerspruch gelebt wird, denn er passt in den Zeitgeist. Er passt aber vor allem zur politischen Agenda der Grünen.
Gegenüber Gruppen und Völkern, die sich den neoliberalen und imperialistischen Allmachtsfantasien eines grün angepinselten westlichen Imperialismus widersetzen, ziehen die Grünen die rassistische Karte. Der Tweet Göring-Eckardts ist kein Ausrutscher, es ist kein Versehen – er verweist auf ein signifikant grünes Problem. 

Die Grünen behaupten, sie seien Antirassisten. Das Gegenteil ist der Fall, denn sie instrumentalisieren Rassismus für ihre politischen Zwecke. Rassistische Kategorien, die widerwärtigsten Klischees sind tief in der Partei verankert. Als Gräuelpropaganda werden sie benutzt, um Krieg und Waffenlieferungen zu legitimieren. In Form von positiver Diskriminierung werden sie benutzt, um Sprechverbote zu erteilen und gegen Andersdenkende zu hetzen. Die Grünen tragen zur Überwindung von Rassismus nichts bei, denn sie haben Rassismus zu ihrem wichtigsten politischen Argument gemacht. Seine Verwendung macht sie genau zu jenen aus der Zivilisation gefallenen Barbaren, die sie gern in anderen ethnischen Gruppen, in politisch Andersdenkenden und in anderen Völkern identifizieren. 
Bündnis 90/Die Grünen ist eine rechtsextreme Partei!

von ASKL

Die "guten" Opfer

Degeneration durch Kriegspropaganda

In Moskau ereignete sich am 22. März 2024 ein Terroranschlag, bei dem je nach Quelle zwischen 40 bis 90 zivile Opfer zu beklagen sind. Um zu sagen, was genau geschehen ist und festzustellen, wer sich diese furchtbare Tat verantwortlich zeichnet, ist es zu früh. Hier soll es auch nicht um die Tat als solche, sondern um den Umgang mancher Mitmenschen mit diesem Ereignis gehen, denn dieser lässt an der Menschlichkeit diese Mitbürger zweifeln.

In den sozialen Medien waren am Morgen des 23. Märzes teils euphorische und jubelnde Postings über den Terroranschlag zu lesen. Ironischerweise aus einer Grünen und pseudolinken Blase. Von Menschen die sich selbst mit schön klingenden Adjektiven wie „weltoffen“, ,,tolerant", ,,inklusiv", „friedliebend“, ,,universalistisch" oder „menschlich“ schmücken und von sich selbst denken Aktivisten ,,gegen Rechts" und gegen menschenfeindliches beziehungsweise faschistisches Gedankengut zu sein. Insbesondere gegenüber russischen Menschen ist dieser Widerspruch besonders häufig zu beobachten. Ein Grund dafür ist, für mich, die Dauerbeschallung mit antirussischer Kriegspropaganda.

Die allgegenwärtige Kriegspropaganda in Politik und Medien der letzten zwei Jahre hat einige Menschen so sehr emotional verkrüppelt, dass sie sich über ermordete russische Zivilisten freuen und diese Freude auch noch ohne Scham und vollem bürgerlichen Namen in sozialen Medien wie Twitter zeigen und für solche Ansichten auch noch gelobt und bestärkt werden. Dies passiert Wahrlich nicht zum ersten Mal und nicht erst sein Russlands Intervention in den Ukraine-Krieg am 24. Februar 2022. 
Bereits am 03. April 2017, als auf die Sankt Petersburger Metro ein terroristischer Anschlag verübt wurde, hielt sich das mitgefühlt bei einigen hierzulande in Grenzen. Die obligatorische Beleuchtung einiger deutscher Wahrzeichen wie etwa dem Brandenburger Tor, wie sie oft aus Solidarität gezeigt wird, wurde nur in ganz seltenen Fällen eingeschalten. Beispielsweise wurde der Dresdener Kulturpalast in den Farben weiß, blau und rot beschienen. Von Seiten der Politik gab es auch nur wenige Beileidsbekundungen.

Dass sich bereits erwähntes wohlstandsverwahrlostes, grünes und wokes Klientel spätestens seit der medial geförderten Trauer um den Neonazi Alexej Nawalny in rechtsextremen Kreisen befinden, ist wahrlich nichts Neues. Wir reden hier von zutiefst rassistischen und neoliberalen Akteuren, die Menschen in Schubladen sortieren, ausgehend von Geschlecht, Hautfarbe oder selbst angedichteter Eigenschaften. Diesen Menschen geht es insbesondere in der Ukraine Thematik nicht um die dort lebende Bevölkerung. Es geht ihnen um Selbstbeweihräucherung und Selbstdarstellung. Sie folgen blind dem medial vorgegebenen Narrativ des durch und durch bösen Russen und hinterfragen gesagtes und gezeigtes zu keinem Zeitpunkt. ,,Der öffentlich-rechtlicher Rundfunk lügt nie. Wer dies anzweifelt, ist ein Schwurbler, rechter Hetzer, Putintroll (...)". Mehr zu diesen Akteuren in diesem Artikel: Blau-gelbe „Solidarität“ .
Die Differenzierung zwischen der russischen Bevölkerung und dem russischen Staat ist ebenfalls schon längst verloren gegangen, worauf ich in diesem Artikel einging.
Das alles lässt sich übrigens auch auf den am 07. Oktober 2023 erneut eskalierten Nahostkonflikt übertragen.

Es ist beeindruckend zu sehen sie sicher sich viele russophobe Menschen im Internet fühlen. Wie bereits erwähnt verbreiten sie ihren Hass unter Verwendung ihres vollen Klarnamen und teilweise sogar mit der Angabe ihres Wohnortes in ihren Profilen. Dies wird umso beeindruckender, da einige der Nutzer nicht zum ersten Mal mit solchen Postings auffielen. Von einigen weiß ich, dass Anzeigen gegen sie erstattet wurden und trotzdem verbreiten sie solcherlei Beiträge.
Ironischerweise sind es eben solche Leute die sich vehement für eine Klarnamenpflicht in den sozialen Medien aussprechen, um "Hatespeech" besser verfolgen und bestrafen zu können. Wie man beobachten kann, hat dies in den seltensten Fällen folgen für die Täter.

Deutschland ist auf so vielen Ebenen durch und hat fertig. Der Grad der Degeneration und Verrohung in der Bevölkerung durfte beispiellos in Europa oder gar der Welt sein. Auf eine Trendwende brauchen wir nicht zu hoffen, denn egal, wer in der Regierung ist, es würde sich nichts zum guten für die Bevölkerung ändern. Es bedarf einer grundlegenden Neustrukturierung des Staates. Wie genau der „bessere“ Staat aussehen kann, weiß ich noch nicht, aber so wie er jetzt ist, schadet uns spaltet er nur einen großen Teil der Bevölkerung.

von ASKL

Rechtsextreme Toleranz

Die rechtsoffene LGBT-Bewegung?

Auf dem CSD (Christopher Street Day) 2023 in München sang der ukrainische Musiker Mélovin (bürgerlich Kostantin Michailowitsch Botscharow) ein ultranationalistisches Lied zu ehren des Nazi-Kollaborateurs Stepan Bandera – und die Masse jubelten frenetisch. Das verwundert nur auf den ersten Blick. Die LGBT-Bewegung ist im Kern tief bürgerlich, reaktionär und nach rechts stehen die Türen sehr weit offen.

Der ukrainische Sänger Mélovin macht unter Marketing-Gesichtspunkten alles richtig. Er nutzt seine Auftritte beim Eurovision Song Contest erfolgreich, um sich einem breiten europäischen Publikum bekannt zu machen. Er nutzt seine ukrainische Herkunft zu PR-Zwecken, es lässt sich damit gerade sehr gut punkten. Inzwischen bekennt er sich dazu, bisexuell zu sein. Für Vermarktungszwecke ist auch das ein kluger Schritt. Für den angeblich noch immer erforderlichen Mut, den man brauche, um seine sexuellen Präferenzen in die Öffentlichkeit zu tragen, wurde er gelobt, bekam Anerkennung und schließlich auch einen Auftritt auf der großen Bühne zum diesjährigen Christopher Street Day in München.

Das Münchener Rathaus am Marienplatz ist mit Regenbogenfahnen geschmückt, ein queeres und wokes Publikum ist in bester Stimmung und feuert Mélovin an, als er über den NS-Kollaborateur Stepan Bandera besingt. Mélovin bringt der Münchener LGBT-Gemeinde und ihren Sympathisanten ein faschistisches Ständchen dar – und wird frenetisch bejubelt. ,,Bandera ist unser Vater, die Ukraine die Mutter, wir werden kämpfen", singt Mélovin. In München wird auf einer Gay Pride ganz offen ein Faschist verherrlicht, und was passiert? Wie zu erwarten war: Nichts. Nach seinem Auftritt besuchte Mélovin übrigens auch Banderas Grab. 
Es passiert nichts, weil hier die Richtigen, ,,die Guten", etwas tuen, was man anderen gesellschaftlichen Gruppen sofort zurecht verbieten würde. Die LGBT-Bewegung steht unter einem besonderen Schutz und wird offenbar in besonderer Weise von Kritik ausgenommen.

Das faschistische Ständchen für die LGBT-Szene in München ist kein Versehen, kein Ausrutscher. Hier wächst zusammen, was zusammen gehört. Die LGBT-Bewegung ist nach rechts ganz weit offen. 
Identitätspolitik und die ihr angeschlossenen LGBT-Organisationen und deren Verbindungen zu staatlichen Strukturen dienen der angeblichen Entpolitisierung, mit Sicherheit aber der Fragmentierung und Entsolidarisierung der Gesellschaft. Die westlichen LGBT-Organisationen behaupten darüber hinaus die allgemeine Gültigkeit dieser im Westen etablierten Sichtweise auf menschliche Sexualität und betreiben die Durchsetzung dieser Sichtweise überall auf der Welt, ohne Rücksicht auf kulturelle Gegebenheiten und Traditionen in anderen Regionen der Welt.
Die LGBT-Bewegung negiert im globalen Maßstab das, was sie in auf nationaler Ebene zu schützen vorgibt: Vielfalt und Diversität. Sie ist tief eurozentristisch, neokolonial, neoliberal und neoimperialistisch. Ihr Ziel ist es, ihre Regeln allen Gesellschaftsformen auf der Welt überzustülpen. Die LGBT–Ideologie passt mit diesem Anspruch in kein Land so gut wie nach Deutschland. Es ist eine rechte, bürgerliche Ideologie.

Um eines klarzustellen, bevor ich hier falsch aufgefasst werde: Ich störe mich nicht an Homosexualität, ich störe mich an der aktuellen LGBT-Bewegung. Homosexuelle und LGBT sind nicht das selbe und muss genau getrennt werden. Die EU ist auch nicht das selbe wie Europa.

Der ukrainischen und westlichen Propaganda ist es zudem gelungen, die Ukraine in das LGBT-Narrativ einzupassen. Die Ukraine ist das "arme, ganz unschuldige Land", das einfach nur seine Identität und seine Freiheit leben möchte und daran nur von Russland brutal gehindert werde. Politische Themen werden in der LGBT-Community simplifiziert erfasst und verkitscht. "One love". "Diversity wins". "Love is genderless" – das reicht ihnen schon.  
Zugleich gelang es westlichen LGBT-Organisationen, Russland als umfassend homophobes Land zu verleugnen und in der LGBT-Community tiefe Ressentiments gegenüber Russland als Staat zu verankern. Bedient werden dabei alte, rassistische Klischees über "die Russen" und Russland. Eine echte inhaltliche Auseinandersetzung wird verweigert, Kontakte nach Russland gibt es ohnehin nur zu Organisationen dort, die vom Westen finanziert werden. Und die wissen, wofür sie ihr Geld bekommen.

Dass eine Ideologie, die von sich behauptet, gegen Diskriminierung gerichtet zu sein, selbst zum Mittel der rassistischen Diskriminierung greift, ist dabei nur auf den ersten Blick ein Widerspruch. Der Fokus der LGBT-Bewegung auf Diskriminierung ist sehr eng gehalten und richtet sich beispielsweise keineswegs gegen die ökonomische Diskriminierung und Ausbeutung. Armut und Ausbeutung sind der LGBT-Bewegung absolut egal. Vertreter der LGBT-Bewegung halten das Mittel der Diskriminierung sogar dann für völlig legitim, wenn es ihren eigenen Zwecken dient: gegenüber ,,alten weißen Männern", gegenüber armen Menschen, Menschen mit einem konservativen Familienbild und eben auch gegenüber Russland und seinen Bürgern. Die LGBT-Bewegung ist nicht integrativ und vor allem nicht solidarisch.
Weite Teile der deutschen LGBT-Bewegung und ihre Vertreter sind im Geist totalitär und tief reaktionär. Dass diese Bewegung mit ihrer Russophobie und ihrem Hass auf alles außerhalb der eigenen kulturellen Blase in der Westukraine auf große Gegenliebe stößt, ist daher nicht verwunderlich. Die LGBT-Bewegung ist zudem inzwischen auf allen Ebenen mit dem deutschen Staat und seinen Institutionen verschmolzen. Sie ist Staatsraison und damit nur in ihrer Selbstwahrnehmung progressiv und revolutionär. Faktisch ist sie eine Bewegung der Bourgeoisie, die den gesellschaftlichen Status quo definieren möchte. 

Das wird auch an gesellschaftlichen Indikatoren deutlich. Der Begriff LGBT entstand in den neunziger Jahren zur Zeit der Aids-Krise. Der politische Kampf für vor allem schwule Männer war notwendig und wichtig. Es ging um Auskunftsrechte gegenüber medizinischem Personal, das Erbrecht, existenzielle Anliegen. 
Der Kampf war durchaus erfolgreich. Lesben und Schwule genießen heute deutlich mehr Rechte als früher, dürfen heiraten und Kinder adoptieren. In Deutschland wurde ein drittes Geschlecht eingeführt, das in allen offiziellen Dokumenten mit genannt werden muss. Das Namensgesetz wurde reformiert. Man könnte diese Liste noch lange fortsetzen. Es gab für einzelne Gruppen zahlreiche Verbesserungen.

In den westlichen Gesellschaften insgesamt nahm jedoch die Ungleichheit nicht ab, sondern eher zu. Nach dreißig Jahren Kampf für Antidiskriminierung und Toleranz der LGBT-Bewegung sind westliche Gesellschaften so gespalten wie nie zuvor. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander, das Bildungssystem in Deutschland ist ein Selektionssystem, das Aufstieg verhindert, ein immer größerer Teil der Deutschen fühlt sich durch das bestehende Parteiensystem politisch nicht repräsentiert... 
Die LGBT-Bewegung ist eine bürgerliche Bewegung, die an allgemeiner gesellschaftlicher Ungleichheit nichts ändert und das auch nicht vorhat. Sie möchte für ihre Mitglieder lediglich die Pfründe sichern. 

Dass sie aufgrund ihres fremdenfeindlichen Russlandbildes, ihres neokolonialen Anspruchs und ihrer Armut an Empathie gegenüber den ökonomisch Diskriminierten nach rechts weit offen ist, versteht sich daher eigentlich von selbst. Dass die Mitte der Gesellschaft, die sich in der LGBT-Bewegung sammelt, ihre eigene Rechtslastigkeit toleriert und gegenüber ihrer eigenen mangelnden Resilienz gegenüber Faschismus blind ist, verwundert kaum.
Wenn die Gays und Queers zu einem nationalistischen Marsch hüpfen, tanzen und jubeln, ist das völlig okay. Gegenüber der AfD grenzt man sich ab, kritisiert berechtigterweise die teils faschistischen Elemente in der Partei, möchte sie am liebsten verbieten – und macht dennoch gleichzeitig mit dem ukrainischen Faschismus gemeinsame Sache. Es passt gut zusammen. Die LGBT-Bewegung ist im Kern eine antidemokratische und rechte bis rechtsextreme Bewegung. 

Russland und andere Länder machen es daher richtig, indem man dort die Instrumentalisierung des Themas der sexuellen Identität durch einschlägige, vom Ausland finanzierte Organisationen unterbindet. Es schadet der Gesellschaft und wäre ein Einfallstor für Extremismus und Faschismus. Homosexualität ist in Russland nicht verboten. Man hat in Russland aber wohl deutlich besser als in Deutschland verstanden, dass es Freiheitsgewinne nicht für einzelne Gruppen auf Kosten anderer gesellschaftlicher Gruppen geben darf. Genau das ist aber in westlichen Gesellschaften und auch in Deutschland in den letzten Jahrzehnten passiert. Die Gesellschaften im Westen haben sich entsolidarisiert und sind ungleicher geworden. Die moderne LGBT-Ideologie hatte daran einen maßgeblichen Anteil.

Während es für kleine Gruppen also Besserstellungen gab, nahm der Druck für die Mehrheit in der Gesellschaft zu. Das hält keine soziale Ordnung auf Dauer aus. Dass sich nun der ukrainischen Nationalismus völlig ungeschminkt gerade auf einer Gay-Pride-Parade zeigen darf, sollte niemanden wundern. Es wächst zusammen, was zusammen gehört.

von ASKL

Blau-gelbe "Solidarität"

Kiews Pseudo-Unterstützer

Seit ungefähr eineinhalb Jahren findet die militärische Sonderoperation in der Ukraine statt. Seit dem 24. Februar 2022 hat sich eine breite Pro-Ukraine-Front in Politik, Medien und Gesellschaft entwickelt, die seit genanntem Datum bedingungslos und unkritisch auf der Seite Kiews steht. Den Akteuren ist es egal, dass praktisch täglich neue Beweise für das ukrainische Naziproblem ans Licht kommen oder, dass sich die Regierung in Kiew immer abenteuerlichere Geschichten einfallen lassen muss, um auch nur irgendwelche Erfolge vermelden zu können. Meistens sind die Personen mit Ukraine-Flagge im Twitterprofil selbst erklärte „Friedensaktivisten“, welche bis Ende Februar 2022 jede Form von Gewalt oder Lieferungen von Waffen kategorisch ablehnten, doch in diesem Fall ist es (wie so oft) was anderes. Eben jene Personen kommen mit dem fordern von neuen Wunderwaffen für Kiew, nicht mehr hinterher und werden dabei immer energischer. Wie kommt es, dass dieser Hype solange anhält? Ich persönlich dachte, dass es eine Frage von Wochen ist, bis sich benannte Leute wieder mit anderen Themen beschäftigen. Es war so bei „Je suis Charlie“, Black Lives Metter“, oder bei Solidaritätsbekundungen wenn irgendwo ein Terroranschlag oder eine Naturkatastrophe stattfand. Dieses Mal ist es nicht so. Ein Erklärungsversuch:

Vorgestern war es Artikel 13, gestern Corona, heute Blau-Gelb, wohin man auch sieht. Wenige Tage nach Beginn der militärischen Sonderoperation in der Ukraine (WSO) standen quasi über Nacht, in weiten Teilen des Westens, Menschenmassen hinter der Ukraine. Die ukrainischen Farben zieren bis heute Straßen und Social-Media-Accounts. Angesichts der massenhaften Solidaritätsbekundungen kann bei oberflächlichem Hinsehen der Eindruck entstehen, der Krieg hätte erst im Februar 2022 begonnen. Dabei stellt die WSO in die Ukraine die nächste Eskalationsstufe eines Konfliktes dar, der bereits acht Jahre vorher mit dem Maidan-Putsch begann. Doch diese acht Jahre des Bürgerkriegs finden im Bewusstsein der plötzlichen Ukrainefreunde keinen Platz. Ebenso wenig die Ost-Erweiterung der NATO, die sich entgegen den mündlichen Versprechen an Michail Gorbatschow seit den 1990er-Jahren sukzessive ostwärts bewegte und die legitimen Sicherheitsinteressen Russlands verletzte. Darüber hinaus zeigt sich mit bei dem eruptiven Aufkeimen der Russophobie in der breiten Mitte der Gesellschaft, dass sich unter dem Gefieder der „Friedenstaube“ ein atlantischer Adler versteckt, der imperialistische, westliche Interessen verfolgt.

Wie konnte es dazu kommen, dass, noch ehe die Covidhysterie (Pro wie Contra Maßnahmen) ihr Ende fand, unmittelbar eine neue Hysterie die Gesellschaften erfasste und es nun en vogue ist, sich gelb-blau zu schmücken? Das mag sicherlich nicht auf alle zutreffen, doch ein nicht unwesentlicher Teil der Bevölkerung entpuppt sich als manövrierbare Masse, die man für und gegen alles in Stellung bringen kann. Und das, obwohl die logischen Konsequenzen für jene Beteiligten vollkommen absehbar sind und sie sich damit nur selbst schaden.
Ein Großteil der Bevölkerung wirkt wie eine beliebig steuerbare Verfügungsmasse, deren einzelne Individuen über jedes Agendastöckchen springen, das ihnen hingehalten wird: Klima, Antirassismus, „Impfung“, LGBTQ etc.

Im Nachfolgenden betrachten wir, wie sich dieses Phänomen auf der individuellen Ebene erklären lässt. Welche Typen von Menschen sind für diese Art der Propaganda empfänglich und wie schaukeln diese sich gegenseitig hoch? Zum anderen betrachten wir das Phänomen auf der kollektiven Ebene.

„Non Playable Charakter“ (NPC) / Normopathen
Die Bezeichnung NPC (Non-Playable-Charakter / Nicht-Spielbarer-Charakter) kommt aus der Gamingwelt und bezeichnet in Videospielen jene Charaktere, die durch den Spieler selbst nicht gesteuert werden können. Das sind Charaktere, die teils wahllos durch das Spiel laufen und schlicht das tun und von sich geben, was die Programmierer ihnen codiert haben. Der NPC steht sinnbildlich für einen Menschen, der stets darauf angewiesen ist, Orientierung von Dritten zu erhalten, ebenso Befehle und Erklärungen, wie etwas zu bewerten ist. Der NPC macht sich keine eigenen Gedanken, hat keine eigene Meinung, sondern kopiert schlicht die Informationen, die er durch Medien oder seine Echokammer erhalten hat. Eine Synthese aus zwei divergierenden Positionen zu bilden, ist dem NPC unmöglich. Widersprechen sich zwei Positionen, dann kommt es zur kognitiven Dissonanz: Der NPC blickt wie der Hund zum Herrchen (der Autorität) und bittet um Orientierung und Einordnung. Schlussfolgernd ist der NPC wie ein Rechner ohne Anti-Virenprogramm, auf welchen sich jede Agenda installieren lässt.
Der Psychologe Hans-Joachim Maaz arbeitet mit dem Begriff des „Normopathen“ beziehungsweise der „Normopathie“. Gemeint ist damit die Überanpassung des Individuums an die Normen einer „kranken“ Gesellschaft. Laut Maar resultiere diese Überanpassung aus einer frühkindlichen Anpassung an die Wünsche der Eltern, von deren Liebe das Kind Überlebens notwendig angewiesen war. Diese Verhaltensweise wird im weiteren Verlauf des Lebens reproduziert und das eigene Handeln nun nicht mehr an den Wünschen der Eltern, sondern von Politikern und aktuellen Zeitgeist ausgerichtet. Maaz ordnet das Selbst in unterschiedliche Kategorien. Der NPC entspräche in etwa dem „abhängigen Selbst“.
„Das abhängige Selbst wird immer Vorgesetzte suchen, bei denen es sich beliebt machen oder unter denen es permanent leiden kann, weil man angeblich nicht selbstständig entscheiden darf. Ständig wird es gegen ‚oben‘ jammern, klagen und schimpfen. Der Abhängige braucht Führer in persona und Führung durch Gruppen, Parteien, Institutionen; er wird immer allen Moden und Trends frönen. Der Abhängige wird Verehrer und Fan, er ist der typische Beratungsklient, aber auch stets bereit zu Ernüchterung, Enttäuschung und Nörgelei.“
Wenn nun also die Norm lautet, sich mit blau-gelben Farben zu zieren und gegen Putin zu sein, dann weiß der NPC/Normopath direkt, was zu tun ist.

Social Justice Warrior (SJW) 
Es gibt noch jene, die sich mit jeder politischen Agenda moralisch profilieren, sich selbst zur Moraloberpolizei aufschwingen und jedem nachstellen, der sich, aus ihrer Sicht, politisch unkorrekt verhält und äußert. Die Ausuferungen der Social Justice Warrior kennen wir sowohl in der analogen als auch in der digitalen Welt durch Phänomene wie Cancel Culture, Gendern sowie das völlige „Aus den Angeln Heben“ von kulturellen, traditionellen und bewährten Elementen der Gesellschaft durch eine ad absurdum geführte Auslegung des Konstruktivismus. Die Frage, ob „2+2=4“ rassistisch sei, weil die Mathematik von alten weißen Männern erdacht wurde, ist nur eines von vielen Beispielen. Die SJWs agieren wie Bluthunde. Jemand hält ihnen das Tuch mit dem Geruch der aktuellen Agenda unter die Nase, schon jagen sie los und schicken sich an, alles und jeden zu bekehren. Jene, die nicht für sie, sondern gegen sie sind, werden verfolgt, geshitstormt, gecancelt und bis zur Haustür verfolgt. Selbst vor körperlicher Gewalt schrecken manche dieser Akteure nicht zurück.
Es sind die vermeintlich Gebildeten, aber sehr naiven Menschen aus dem Westen, die sich offensiv für Frieden, Gleichheit und gegen Rassismus einsetzt, dies aber nicht der Sache wegen tut, sondern schlicht, um ihr eigenes Gefühl der moralischen Überlegenheit zu befriedigen. Sie kümmert sich grundsätzlich nur um Themen, bei denen im Westen gesellschaftlicher Applaus leicht verdient werden kann (wie Einwanderung, Migration, LGBT, Umwelt, Klimawandel) und klammert dabei geopolitische, historische und tiefere Zusammenhänge grundsätzlich aus. Dies geschieht meist aus Unwissenheit, oft aber auch aus Angst, den Weg der (vermeintlichen) politischen Korrektheit zu verlassen und damit auch den gesellschaftlichen Beifall für sein Gratis-Engagement zu verlieren oder Applaus von der „Falschen Seite“ zu bekommen.
So beobachtet man seit Jahren, wie landauf, landab und in den sozialen Medien eine Sau nach der anderen durch das Dorf gejagt wird: mal sächsischer AfD-Wähler, dann US-Präsident Trump, CO2, Querdenker, Impfbefürworter und nun eben Russen. Eine Chronologie, ein Aufeinander aufbauen der Narrative sucht man hierbei vergebens. Die SJWs kommen in einer episodenhaften Aneinanderreihung von Skandalen, Agenden und Feindbilder in repetitive Empörungswallungen, die nie zu einem Ziel führen, sondern sich immer am aktuellen Reizthema abarbeiten. Selbsterklärend fallen tiefere Zusammenhänge und historische Hintergründe unter den Tisch. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der heutige durchschnittliche Bürger, der auf eine Anti-Putin-Demo geht, gar nicht auf dem Schirm hat, was sich beispielsweise 2014 auf dem Maidan oder Odessa abspielte. In ganz extremen Fällen wäre es sogar vorstellbar, dass manche woken Weltverbesserer die Ukraine nicht einmal auf der Weltkarte finden, würde man sie darum bitten, mit dem Finger auf der Weltkarte zu zeigen. 
Doch worum geht es den SJWs letztlich? Die deutsche Journalistin Judith Sevinç Basad formulierte in ihrem Buch „Schäm dich!“ im Schlusswort „Wohlstandsverwahrlosung oder der Narzissmus der Bildungseliten“ eine plausible Erklärung:
„Der Social-Justice-Aktivismus ist eine Ersatzbefriedigung für die privilegierten Rich-Kids, die so sehr im eigenen Wohlstand versunken sind, dass sie ihn nicht mehr wertschätzen können. Sie sehnen sich nach Problemen, Intrigen und Bedrohung. Die Bewegung ist so etwas wie das Netflix für die Realität. Motto: Wir brauchen den Thrill auch im echten Leben, und wenn er nicht da ist, erfinden wir ihn. (…) Der Social-Justice-Aktivismus bedeutet im Grunde nur eines: Ein bisschen Empörung, Thrill und Vergnügen für Tobias und Lena, die sich mit einem Chai Latte und dem neuen iPhone in der Hand auf ihrem Ikea-Sofa räkeln — und eine Bühne brauchen, um ihren eigenen Narzissmus, den eigenen Aufstieg vom bornierten Dorfkind zum intellektuellen Hipster zu feiern. Auf die realen Missstände, die meist die Unterschicht und zunehmend auch die Mittelschicht betreffen, spucken die Aktivisten. Es geht ihnen weder um echte Emanzipation noch um das Wohl anderer — sondern nur um sich selbst.“
Man kann sich sicher sein, dass ein Großteil derer, die nun Ukraineflaggen schwingen und sich mit Hashtags wie #SlawaUkraini oder #StandWithUkraine schmücken, sich nicht um das Leid der Ukrainer scheren. Der Bürgerkrieg tobte dort schon seit acht Jahren, was die SJWs bis zum 24. Februar 2022 nicht interessiert hat und sie auch morgen nicht mehr interessieren wird, wenn ein anderes Thema die Leitagenda darstellt.

Narzissten 
Manche nutzen den blau-gelben Farbenkult nicht mal, um sich moralisch zu profilieren. Nein, für narzisstische Influencer sind derlei Hashtags und Farben lediglich eine dankenswerterweise tief hängende Frucht, nach der sie gierig greifen, um im Sinne der Aufmerksamkeitsökonomie noch mehr Reichweite zu generieren. Manch ein Influencer oder Influencerin packt Hashtags wie #StandWithUkraine völlig ohne Sinn und Kontext unter das aktuelle Instagram-Bild, um mehr Aufmerksamkeit zu generieren. Manche versuchen zumindest, den Anschein zu erwecken, ihnen ginge das Schicksal der Ukrainer wirklich nahe. Doch selbsterklärend ist diese Betroffenheit so echt wie die gefilterte Optik von Instagram.

Experten für Alles
Wie auch zu Zeiten von Covid sprießen überall Experten aus dem Boden. Früher waren es Hobby-Epidemiologen und heute Hobby-Militärexperten. Diese Phänomen hat einen Namen: Man redet hier vom Dunning-Kruger-Effekt. Der Dunning-Kruger-Effekt bezeichnet die kognitive Verzerrung im Selbstverständnis inkompetenter Menschen, das eigene Wissen und Können zu überschätzen. Diese Neigung beruht auf der Unfähigkeit, sich selbst mittels Metakognition objektiv zu beurteilen. Der Begriff geht auf eine Publikation von David Dunning und Justin Kruger im Jahr 1999 zurück. Die Sozialpsychologen haben in vorausgegangenen Studien bemerkt, dass etwa beim Erfassen von Texten, beim Schachspielen oder Autofahren Unwissenheit oft zu mehr Selbstvertrauen führt als Wissen. An der Cornell University erforschten sie diesen Effekt in weiteren Experimenten und kamen 1999 zum Resultat, dass weniger kompetente Personen dazu neigen, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen, überlegene Fähigkeiten bei anderen nicht zu erkennen, das Ausmaß ihrer Inkompetenz nicht richtig einzuschätzen. 
Für jemanden wie uns, die sich seit Jahren mit der Ukraine beschäftigen ist leicht zu erkennen wer sich tatsächlich über die Thematik informiert hat und wer nicht. Jeder weiß alles besser und sobald es Kontra gibt darf man sich Vorträge anhören, warum doch falsch liege obwohl man sich viel länger damit beschäftigt hat. 
Das erste mal hatte ich diese Situation, als Ende Februar, Anfang März 2022 der „Ghost of Kiev“ überall präsent war. Ein MiG-29-Pilot der über Kiew angeblich 13 Flugzeuge in einem Einsatz abgeschossen haben soll. Für jemanden wie mich der sich seit Jahren mit Kampfflugzeugen beschäftigt und wie ich 18 MiG-29-Modelle verschiedener Versionen in der Vitrine stehen hat, war sofort klar: „Die Geschichte ist Schwachsinn.“ Wen das Thema interessiert, kann sich meinen ersten Blogartikel durchlesen oder dieses Video anschauen.
Obwohl ich bei meinen Ausführungen warum diese Erzählung Unsinn ist, zahlreiche Quellen beigelegt habe hat man auf biegen und brechen versucht mich zu widerlegen. Spätestens als die Diskussionspartner dazu übergegangen sind despektierlich und beleidigend zu werden war klar, dass sie keine Argumente mehr haben. Ich könnte noch viel mehr Beispiele bringen, doch wird dieser Artikel mit Sicherheit auch so schon sehr lang.
Dieses Beispiel zeigt wunderbar wie man bei so manch einem regelrecht beobachteten konnte, wie sein Weltbild kollabierte. Irgendwie witzig.

Kommen wir dazu welchen schaden Menschen mit oben genannten Eigenschaften in der Gesellschaft anrichten.
Bei all den Demos gegen Putin und Boykottaufrufen für alles Russische weiß man gar nicht so recht, wo man da anfangen soll. Vielleicht mit folgender Eingangsfrage: Sind wir in Deutschland wieder so weit? Gerade einmal 80 Jahre ist es her, dass die Deutschen dem russischen (um genauer zu sein sowjetischen) Volk 27 Millionen Menschen aus dem Leben rissen. Zugegeben ein sehr provokanter Vergleich, doch die Ereignisse am 09. Mai 2022/23 zeigen wie mit der Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges hier zu Lande umgegangen wird.  
Man ist in Deutschland dazu über, russische Waren zu boykottieren, Russlanddeutsche zu diskriminieren und ein russlandfeindliches Klima zu schaffen, wie man es sich selbst zu Hochzeiten der Ukrainekrise 2014 nicht hätte vorstellen können. Inzwischen kennt man es: Wenn in den vergangenen drei Jahren für das „Richtige“ demonstriert wurde, besteht im Grunde genommen keine Infektionsgefahr mehr. Bei den Demos gegen Putin wurden kaum Masken getragen, ganz zu schweigen davon, dass irgendwelche Abstände eingehalten wurden. Währenddessen werden dieser Tage Menschen immer noch von der Polizei aufgescheucht, wenn sie in der Größenordnung von wenigen Dutzend am Montag durch ein Kuhdorf spazieren gehen.
Man könnte jetzt wieder die Widersprüche im Detail darlegen, die Inzidenzzahlen von den Tagen der Anti-Putin-Demos mit denen der Querdenken-Demonstrationen vergleichen, ebenso die Infektionsentwicklungen in den darauffolgenden 14 Tagen Inkubationszeit. Aber im Grunde genommen würde man zu den gleichen Vergleichsergebnissen kommen, wie sie hier schon im Bezug auf „Black Lives Matter“ und dem Christopher Street Day erhoben wurden.
Davon abgesehen ist es bemerkenswert, wie sehr sich Menschen plötzlich für den Frieden einsetzen, hat dieser sie in den zurückliegenden acht Jahren doch kaum interessiert. Es darf davon ausgegangen werden, dass sich unter den Demonstranten reihenweise jene tummeln, die in den vergangenen Jahren nicht müde wurden, die Gesellschaft zu spalten, Andersdenkende auszugrenzen und Regelbrecher zu denunzieren, kurzum den gesellschaftlichen Frieden zu unterminieren. Wo waren diese Abertausenden Menschen bei den Montagsmahnwachen 2014? Bei „Stopp Air Base Ramstein“? Und wo waren sie vor allem bei den illegalen Angriffskriegen der NATO, im Speziellen der USA? Wo waren diese Menschen beim illegalen Krieg im Jemen? Kurz: Sie haben nicht demonstriert. Es darf davon ausgegangen werden, dass ein überwiegender Teil der Demonstranten nur für diesen wie auch immer gearteten Frieden ist, wenn dieser massenmedial en vouge ist. Mit einem echten Friedensbekenntnis hat das Ganze herzlich wenig zu tun. 

Im Nachfolgenden verfolgen wir das Muster, dass sich wie ein roter Faden durch die Teilbereiche des neuen Trends zieht, um damit die Heuchelei dieses Hypes zu beleuchten.
Dieser Abschnitt kann nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erheben, ob der unvorstellbaren Masse an plumpster Kriegspropaganda, die selbst das „Stoppt Putin jetzt“-Spiegel-Cover im Sommer 2014 zum Absturz von Flug MH 17 fast schon moderat erscheinen lässt. Dieser Tage waren Schlagzeilen wie „Wir alle gegen Putin“ oder „Die ganze (freie) Welt gegen Putin“ zu lesen. Da fragt man sich wirklich, was da in den Redaktionsstuben los ist? Hat man alle weltweit gefragt, ob sie „gegen Putin“ sind? Oder wie kommt dieses ominöse „Wir“ zustande?
Die ganze Welt? Wirklich die Ganze? Nun, aus China (1,4 Milliarden Einwohner), Indonesien (272 Millionen), Pakistan (212 Millionen) oder Bangladesch (166 Millionen) vernimmt man praktisch keine Proteste gegen Putin. Allein diese Länder machen etwa zwei Milliarden Menschen und damit 25 Prozent der Weltbevölkerung aus. Hier von der „ganzen Welt“ zu sprechen, ist schlicht größenwahnsinnig und zeigt, dass in den westlichen Redaktionsstuben noch nicht durchgedrungen ist, dass die Welt mittlerweile multipolar ist. Man verharrt weiter in seiner eurozentrischen oder atlantischen Weltanschauung und wähnt sich als den Mittelpunkt der Welt.
Wann wurden eigentlich CNN, Fox News, die New York Times und andere US-amerikanische Medien abgeschaltet, als die USA in andere Länder einfielen?
Damit gar nicht erst ein anderer Eindruck abseits des westlichen Narratives entstehen kann, hat man hierzulande schon mal vorsorglich alle größeren Medienportale Russlands („RT-DE“ oder „Sputnik“) offline gestellt. Über herkömmliche Browser sind diese Portale nicht aufrufbar, selbst Telegram und GETTR haben die Kanäle gesperrt. So viel zu dem westlichen Vorwurf, in Russland würden oppositionelle Stimmen unterdrückt und die Presse stummgeschaltet. Wirft man Russland nicht eben diese Praktiken vor? Das meinungsunterdrückende Gebaren des Westens zeigt, dass man selbst keinen Deut besser ist. Das Abschalten der Kommunikation ist einer der ersten und wichtigsten Schritte der Propaganda. Die völlige mediale Abschottung von der russischen Perspektive, dem fehlenden Part, sollte bei Demokraten die Alarmglocken schrillen lassen.

Hat man nicht in den Antirassismuskampagnen und Diskursen der vergangenen Jahre gelernt, niemand sei durch seine Herkunft zu definieren und zu bewerten? Für die Herkunft könne man nichts. (Was grundsätzlich stimmt). Man dürfe auch niemanden fragen, wo er oder sie herkomme. Das wäre ein mikroaggressiver Akt von Rassismus.
Doch all diese Lehren scheinen angesichts von Putin wie weggeblasen. Wir lesen und staunen. Im Saarland entlässt ein Unternehmen einen Familienvater mit der Begründung: Er ist Russe. Das Schneiderei Atelier meiner Mutter wurde Ziel einer Hetzkampagne mit der Begründung: Sie ist Russin. Doch es trifft nicht nur einfach Angestellte. Die Bayerische Staatsoper trennte  sich von der russischen Sängerin Anna Netrebko, weil diese sich als Russin nicht von Putin distanzieren wollte. Im Klartext: Wäre sie etwa Mexikanerin gewesen, hätte kein Kündigungsgrund bestanden, aber da sie Russin ist, muss sie sich von Putin distanzieren? Wie war das noch mit der Meinungsfreiheit? In Berlin denkt man sogar darüber nach, wohlhabende Russen in Deutschland zu enteignen.  Wie war das doch gleich damit, dass man nichts für die Herkunft kann?
Aber nein, das ist natürlich kein Rassismus, denn Russen sind ja weiß, und gegen Weiße kann es doch keinen Rassismus geben. Doch sind nicht alle Russen „weiß“, aber dieses Wissen kann man von SJWs nicht erwarten, die durch Twitter-Tweets statt durch Bücher sozialisiert und politisiert wurden.

Auch hier stellen sich schon wieder Fragen: Wann wurden US-Amerikaner, die in Deutschland leben, wegen Angriffskriegen Washingtons entlassen? Wann wurden US-amerikanische Musiker und Künstler entlassen? Wann dachte man darüber nach, wohlhabende US-Amerikaner hierzulande zu enteignen? Nicht, dass dies wünschenswert wäre, doch müssen diese Fragen hier gestellt werden, um die Doppelmoral dieses blinden, russophoben Aktionismus offenzulegen, der hier unter der Flagge der höchsten Moral das Land von allem Russischen zu tilgen möchte. Ob die Mode-Friedensaktivisten wohl freiwillig auf eine warme Wohnung verzichten, wenn sie wählen könnten, ob sie diese mit russischem Gas heizen oder freiwillig frieren, um Putin eins auszuwischen? Nun manche hart gesottene SJWs sind anscheinend wirklich so spartanisch, dass sie lieber frieren, als Gas aus Russland zu beziehen. Außenministerin Baerbock sprach aus ihrer Sicht stellvertretend für alle 83 Millionen Bundesbürger davon, dass Deutschland bereit wäre, einen hohen Preis zu zahlen. Für viele Menschen hierzulande trifft das wahrlich zu. Der Wille und die Bereitschaft zur Selbstzerstörung scheint bei der unkritischen Masse nach Corona mehr denn je sehr weit ausgebildet zu sein. Die in der Unterzahl befindlichen Stimmen der Opposition, Mahner und Kritiker, die Zweifel anmelden, müssen mit ansehen, wie die Freiheit, die Selbstbestimmung und die Menschenwürde den Bach runtergehen. Abermals kann man Zeuge werden, wie der unbändige Wille vieler Deutscher, die „Allergutesten“ zu sein, in einem neuen Trümmerhaufen mündet.

Man kann die WSO kritisieren, doch hat dies schon lange nichts mehr mit Kritik zutun. Es ist eine Entwicklung von der man eigentlich erwartet , dass man aus der Geschichte gelernt hätte. Auch hier ist der Kommunismus die Lösung. Im Kommunismus ist es egal wo jemand herkommt oder wie sie jeweilige Regierung handelt. Das Individuum wir anhand seiner Taten bewertet und nicht pauschal mit seinen Mitmenschen in einen topf geworfen.
Es gibt eine sowjetische Zeichentrickserie namens „Neue Abenteuer des Katers Leopold“. Am Ende einer jeden Folge sagte Kater Leopold: „Kinder! Lasst uns friedlich zusammenleben.“
Dies würde ich mir für unsere Gesellschaft auch wünschen.

von ASKL